Erfahrungsbericht von Balboa neu Shelby aus Ungarn
Publiziert: Dienstag, 04.07.2023
Liebes animal-happyend Team
Wir haben uns damals lange und gründlich überlegt, ob ein zweiter Hund bei uns einziehen soll. Bei uns in der Familie lebt bereits der Charly (ehemals Wambo) den wir ebenfalls von animal-happyend adoptiert haben. Als unsere Entscheidung dann stand, entdeckten wir den Shelby (Balboa) welcher direkt unser Herz erobert hat.
Da bei uns bereits der Charly lebt, war uns wichtig, so viel wie möglich über Shelby zu erfahren. Uns war es wichtig, das Risiko, dass sich die beiden Hunde nicht mögen, so klein wie möglich zu halten. animal-happyend hat uns hier super unterstützt und uns diverse Videos zur Verfügung gestellt, die aufzeigten wie sich Shelby mit anderen Hunden verhält. Durch diese Videos waren wir positiv gestimmt, dass sich die beiden Hunde verstehen werden.
Am 5. Oktober 2022 war es dann soweit. Wir durften unser neues Familienmitglied in Empfang nehmen. Bereits vor der Ankunft der Fellnasen wurden wir darüber informiert, dass der Shelby wohl sehr ängstlich sei. Für uns verständlich, sahen wir hier kein Problem. Als es jedoch soweit war und Shelby als zweitletzter aus dem Transporter aussteigen sollte, waren wir doch etwas geschockt. Die Helfer hatten grosse Mühe ihn erst aus dem Transporter zu bekommen. Endlich draussen, wollte Shelby nicht auf seine Pfoten stehen. Er hatte so viel Angst, dass er einfach am Boden liegen blieb. Das haben wir dann doch nicht erwartet….
Wir haben es dann doch noch nach Hause geschafft, wo wir gute 1 1/2 Stunden gebraucht haben, bis Shelby ohne Zwang aus der Hundebox aussteigen konnte. Das schlimmste war nun geschafft. Er lernte dann auch gleich seinen neuen Hundekumpel Charly kennen, der zwar über den neuen Mitbewohner noch etwas skeptisch war, aber von Anfang an sehr tolerant mit Shelby umgegangen ist.
Shelby hat relativ schnell Hürden wie ins Haus reingehen und die Treppe steigen überwunden. Dies sicher auch dank Charly der ihm völlig frei und ohne Angst gezeigt hat, dass dies keine schlimmen Sachen sind.
Shelby hatte am Anfang schon noch sehr viel Angst. Die Leine anmachen z.B. ging nicht ohne Angstbisi. Ihn anfassen konnte man am Anfang gar nicht. Er hatte einfach zu viel Angst. Wir haben hier verschiedene Taktiken angewendet. Leine anmachen war etwas, was wir ja relativ schnell machen mussten, sollte er ja auch mal nach draussen um sich zu versäubern. Hier haben wir dies einfach getan, ohne Kommentar und in ruhiger Manier. Die ersten zwei Mal kam es noch zum Angstbisi, dann war das Thema gegessen.
Mit dem Anfassen war und ist es etwas anders. Hier haben wir ihm einfach die Zeit gegeben die er benötigte, um Vertrauen zu uns zu fassen. Heute liebt er es mit uns zu kuscheln. Nur bei fremden Personen ist es noch ein Thema. Wir finden jedoch auch, dass nicht jeder unsere Hunde anfassen muss. Shelby darf selber entscheiden was für ihn stimmt und was nicht.
Beim TA waren wir natürlich auch schon. Auch der TA darf ihn nicht gross anfassen. Da kann er schon mal klar zeigen, dass er das nicht möchte. Wir üben mit ihm nun fleissig ihn überall anzufassen (auch an den Pfötchen die anscheinend sehr schnell abfallen könnten) die Ohren zu putzen und die Zähne zu kontrollieren. Bei uns klappt dies bereits sehr gut. Auch die Fellpflege klappt mittlerweile gut. Das fand Shelby am Anfang auch gar nicht lustig.
Im Hause ging es sehr schnell super mit beiden Hunden. Charly hat hier als Mentor grossartige Arbeit geleistet. Wir sind überzeugt, dass Charly sehr viel dazu beigetragen hat, dass sich Shelby sehr schnell wohl gefühlt hat und ohne Angst durchs Haus marschieren konnte.
Charly hat Nerven aus Stahl, die er um den Shelby definitiv auch benötigt. Shelby hat sich schnell von „Ich habe sooooo grosse Angst“ zu „ich schau mal wo die Grenzen sind“ entwickelt. Charly’s Lieblingsplätze hat Shelby sehr schnell erobert. Er ist mittlerweile sehr aufgeweckt, neugierig und zum Teil auch etwas frech:-)
Draussen haben wir noch so einige Themen. Wir vermuten, der Shelby hat in seinem bisherigen Leben noch gar nichts gesehen. Alles ist neu und einiges bringt ihn auch völlig aus dem Konzept. Andere Hunde, andere Menschen, laute Fahrzeuge, Blätter die sich im Wind bewegen….. eigentlich alles. Aber auch hier machen wir jeden Tag kleine Fortschritte. Wir sitzen viel an belebten Orten und sehen uns gemeinsam die Umwelt an. Dies gibt ihm die Zeit alles in Ruhe zu verarbeiten. Viel Geduld und Ruhe ist hier gefragt.
Wir arbeiten nun noch mit einer Tierkinesiologin die Shelby dabei unterstütz seine Angst loszulassen.
Wir sind froh, haben wir uns für Shelby entschieden. Er ist ein toller Hund. Freundlich, fröhlich, offen für Neues und jetzt auch total verschmust. Auch sind wir super froh, dass die beiden Hunde so gut zueinander passen und sich perfekt ergänzen.
Shelby ist nun bereits die dritte Fellnase die wir von animal-happyend adoptiert haben und es ist jedes Mal wieder schön zu sehen, dass sie auch wenn sie noch so viel schlechtes erlebt haben, immer noch bereit sind uns Menschen zu vertrauen.
Vielen lieben Dank an das ganze animal-happyend Team! Ihr seit es die solche Happyends erst möglich machen.
Im Anhang noch einige Bilder aus Shelby’s neuem Leben.
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