Erfahrungsbericht von Kappa neu Kafka aus Ungarn

.12.2020

Als wir uns entschieden hatten, Kappa zu adoptieren, hatte es sich unglücklicherweise so ergeben, dass wir am Tag seiner Ankunft, in die Ferien nach Sizilien flogen. Das bedeutete, dass wir Kappa nicht bei seiner Ankunft empfangen konnten – und für Kappa noch einmal sechs Tage in einer Hundepension in der Schweiz.

Ende August 2020 konnten wir ihn dann endlich abholen! Der Hund war super aufgedreht und hatte uns ohne Vorbehalte stürmisch begrüsst. Wir waren überglücklich! Den Namen hatten wir sofort von Kappa (die Schuhmarke?) zu Kafka (ja genau, wie der Schriftsteller) geändert. Wir wohnten damals noch inmitten der Stadt Zürich, das bedeutete, dass der arme Hund sehr vielen Reizen von der Aussenwelt (Fussgänger, Velofahrer, Skateboarder, Autos, Baustellen, Rollkoffer, man könnte die Liste endlos fortführen) ausgesetzt war. Ein bisschen setzte ihm das schon zu, so dass er zum Teil gestresst war während der Spaziergänge. Aber was für ein toller Hund! Wir merkten bald, dass Kafka bestimmt einmal zu jemandem gehört hatte, einfach an der Art wie er uns von Anfang an vertraute und wie er die Grundkommandos in gefühlten zwei Millisekunden beherrschte.

Interessanterweise ist er jetzt fremden Menschen sehr scheu und sucht nicht die Nähe von Personen, die er nicht kennt.  Die Zeit auf der Strasse und in der Tötungsstation hat wohl schon Narben hinterlassen. Wenn er aber einmal Vertrauen gefasst hat, ist er ein Kuschelmonster schlechthin. Mittlerweile ist er schon über ein Jahr bei uns und wir sind auf’s Land gezogen, mit Garten, Wiese und Wald quasi vor der Türe. Die Natur müssen wir mit Vorsicht geniessen, da er sich von einer Fuchs- oder Rehfährte gerne hinreissen lässt. Aber ansonsten macht er alles super, mit anderen Hunden ist er extrem unkompliziert (und auch mit Katzen!), er begleitet mich zu Pferde, und ist kerngesund! Ungefragt hat er sich nun auch als Wachhund geoutet und Personen die sich dem Haus nähern, werden von ihm mit Bellen angekündigt (zum Beispiel beim Briefträger um ein Klischee zu strapazieren), aber er beruhigt sich auch schnell wieder. Ich denke wir hatten unglaubliches Glück so einen tollen Hund zu „erwischen“ - auf jeden Fall haben wir die Entscheidung Kafka zu uns zu nehmen, keinen einzigen Moment bereut. Und wir würden es wieder tun! :-)

Zurück

Kommentare
Einen Kommentar schreiben
Bitte addieren Sie 8 und 6.

© 2007-2026, animal-happyend, Verein für Tiere in Not