Erfahrungsbericht von Kaya aus Ungarn

.07.2026

Kaya lebt jetzt seit ungefähr zwei Jahren bei mir. Und ganz ehrlich? Am Anfang hatte ich insgeheim die Hoffnung, dass vielleicht doch ein bisschen Malinois in ihr steckt. Tja ... weit gefehlt. Sie ist so ziemlich alles, was ein Malinois nicht ist. Ruhig, manchmal sogar ein kleines bisschen gemütlich, sehr selbstständig, hört eher nach Lust und Laune und findet unterwegs grundsätzlich alles essbar, was auf dem Boden liegt. Und nein – sie klebt auch nicht 24 Stunden am Tag an meinem Bein. Am Anfang musste ich mich daran erst einmal gewöhnen.

Ein paar Dinge, die wirklich wichtig sind, musste sie lernen. Der Rest? Darüber diskutiere ich gar nicht mehr. Wenn sie draußen etwas Interessantes entdeckt, existiere ich für einen Moment einfach nicht mehr. Das gehört zu ihr – zu ihrer genetischen Veranlagung und zu ihrer Vergangenheit. Deshalb läuft sie in interessanten Gebieten an der Schleppleine, und damit können wir beide gut leben. Sie läuft sowieso nicht gerne schnell.  Auch ihre Begrüßung ist ... sagen wir mal ... sehr dezent. Andere Hunde springen ihren Menschen vor Freude um den Hals. Kaya kommt zu mir, wedelt zwei- oder dreimal mit dem Schwanz. Das war's.

Ich habe gelernt, genau das zu akzeptieren. So ist Kaya – und sie muss niemand anderes sein. Wir machen gemütliche Spaziergänge , sitzen entspannt auf einer Caféterrasse, und Kaya genießt das Leben auf ihre ganz eigene Art. Keine verrückten Aktionen, keine Hektik, kein Drama. Dafür eine Hündin mit einem ganz eigenen Kopf – und ich habe gelernt, damit umzugehen. Sie ist vielleicht kein Malinois geworden. Aber sie ist Kaya. Und genau so liebe ich sie. 

Zurück

Kommentare
Einen Kommentar schreiben
Bitte addieren Sie 2 und 6.

© 2007-2026, animal-happyend, Verein für Tiere in Not