Erfahrungsbericht von Myrtill aus Ungarn

.01.2021

Mein Leben mit Myrtill, 14.11.20

In drei Tagen werden es genau sechs Monate sein, dass ich stolze Besitzerin meiner geliebten Hündin Myrtill bin. Ich erinnere mich noch genau an den 15. Mai. Aufgeregt und freudig zugleich, konnte ich Myrtills Ankunft aus Ungarn kaum erwarten.
Als ich sie im Internet der Organisation Happyend entdeckte, war mir augenblicklich klar, sie oder keine. Ihr eher zurückhaltendender Charakter, ihre sanfte Schönheit hatten es mir sofort angetan. All meine Vorahnungen sollten sich bestätigen: Ich hatte eine sehr intelligente, äusserst liebe und sozialkompetente Hündin auserwählt. Und nicht nur ich unterliege ihrem Zauber. Knurrende Hunde werden bei der Begegnung mit ihr lammfromm, viele Menschen schenken ihr ein Lächeln, bleiben stehen und sagen: "Wie herzig' oder stellen mir Fragen zu ihr. Fremden gegenüber reagiert sie nach wie vor eher scheu, doch meine Bekannten hat sie bereits akzeptiert und diese freuen sich ̈über ihr aufgewecktes, oft witziges Wesen.
Was uns zwei angeht, sie und mich, so hätte ich mir keinen besseren Hund wünschen können. Sie zeigt mir ihre Liebe so offen, dass ich oft und immer wieder tief gerührt bin. Sie sucht bei Gefahr sofort meine Nähe, sie kommt und legt ihren Kopf auf mein Knie, schleckt mir die Hände, wartet geduldig, bis ich zum Spaziergang bereit bin, wir sind uns sehr nah. Ich bin ihre Führerin, aber nicht ihre Herrin, denn oft ist sie in ihrer liebenswerten Sanftheit mir überlegen. Ich liebe und achte Myrtill von ganzem Herzen, vermittle ihr Vertrauen und die nötige Führung. Ich würde alles für dieses wundervolle Wesen tun.
In diesem Zusammenhang muss erwähnt werden, dass ich zuvor in Kenntnis gesetzt worden bin, dass Myrtill unter Herzwürmer leidet. Diese miesen Parasiten haben die Tierärztin, Myrtill und ich inzwischen recht gut unter Kontrolle. Doch unglücklicherweise hat sich eine neue Krankheit eingestellt: Morbus cron. Darunter wird Myrtill nun ein Leben lang leiden und durch das unerlässliche Kortison hat sie bereits 5 kg zugenommen. Sie bekommt unterdessen nur noch hyperallergenes Futter, das sie natürlich nicht mag, aber das muss nun einfach sein. Gleichzeitig habe ich für den Moment wohl die richtige, minimalste Dosis an Kortison gefunden, die nicht zu niedrig ist, denn sonst bekommt sie anhaltenden Durchfall und nicht zu hoch, sonst sammelt sich noch mehr Wasser in ihr an, was auf Herz und Lunge drückt. Das Ganze ist sehr aufwendig und natürlich auch traurig. Doch es hat und zwei noch mehr zusammen geschweisst. Ohne Leine folgt sie mir überall hin, natürlich lasse ich sie nur an ungefährlichen Orten frei, sie kommt mit, wohin ich auch gehe und ich nehme sie praktisch überall hin mit, wo dies erlaubt ist.
Happy ohne Ende: Myrtill und ich haben uns gesucht und gefunden. Das gibt es, glaubt mir, denn wir beide sind der Beweis. Gewidmet in steter, inniger Liebe zu meiner Hündin Myrtill

Zurück

Kommentare
Einen Kommentar schreiben
Bitte rechnen Sie 4 plus 6.

© 2007-2026, animal-happyend, Verein für Tiere in Not