Erfahrungsbericht von Swami aus Ungarn

.10.2026

Swami ist in 42 Jahren unser 14. Hund. Alle waren Tierschutzfälle, wie wir noch jugendlicher waren, hielten wir bis zu 5 Hunden gleichzeitig. Das Prinzip des Zusammenlebens mit unseren Hunden war immer gültig: Die Hunde werden von uns nie alleine gelassen, und werden – ausser in Gefahrenmomenten - leinenlos gehalten.  Es gibt Orte, an welchen das nicht möglich ist. Da gehen wir eben nicht hin.
 

Swami war punkto Eingliederung in unseren Lebensstil anfänglich einer der anspruchsvolleren Hunde. Es dauerte länger wie bei anderen, dass wir als Rudel und vor allem als Rudel-Leitung anerkannt wurden.  Die ersten Tage wollte sie schon gar nicht vom Garten ins Haus, dazu musste sie angeleint und hineingezogen werden. Alle anderen Hunde waren viel wichtiger, da wurde hin gezehrt oder weggelaufen. Zum Thema Weglaufen muss erwähnt sein, dass es für einen Mali keine Hindernisse gibt. Unser Garten ist gut eingezäunt, was die Swami ein leichtes Lächeln kostet, wenn sie wohin will. In der ersten Nacht bei uns zuhause hat sie sämtliche Schuhe und Kuscheltiere im Haus herumgetragen und neu verteilt. Nichts war beschädigt, alles musste morgens im ganzen Haus zusammengesucht werden.  Das hat sie danach nie mehr gemacht, ab dann waren Schuhe und Teddybären nicht mehr interessant.
 

Ab dann begann das neue Zusammenleben mit viel Zureden, Belohnen, «Bergpredigten» und Vorleben. Auch hier erschien uns wichtig, dass Swami von uns nie alleine gelassen wurde, einzige Ausnahme liegt im Lebensmittel einkaufen, da bleibt sie im Auto.
Am 21.3.25 haben wir sie nach viel Abruf-Übungen erstmals von der Leine gelassen und solche Erlebnisse in der richtigen Umgebung immer mehr ermöglicht. Damit konnten wir ihrer unbändigen Energie entgegenkommen, besser mit ihr spielen und sie idealer beüben. Sie hat dann schrittweise gelernt und akzeptiert, dass andere Hunde weniger wichtig sind wie wir, sie hat auch je länger, je weniger auf bewegende Objekte angesprochen (Katzen, Rehe, Eichhörnchen).

 
Im Juli 25 fiel leider Manu gesundheitlich aus und war für zwei Monate weg. Da Michel noch gearbeitet hat, wurde Swami zum Büro Hund. Im Büro hat sie sich mit dem «Staf-Basset» Tomi angefreundet, die beiden konnten nur noch nebeneinander liegen. Im Büro hat sie notgedrungenerweise auch gelernt, ruhig zu liegen, wenn wir uns hinsetzen. Das funktioniert heute makellos: Im Restaurant, bei Freunden, zu Hause, wenn wir uns hinsetzen, wird geschlafen. Für ein sonst derartig ungestümes Energiebündel erfreulich.

Am 1. August 26 hat sie im Schwarzwald den schwierigsten Test bestanden: Den Eichhörnchen-Test.  Das Eichhörnchen huschte vor ihr über den Feldweg. Die beiden waren ca. 4 Meter von uns weg und sie war ohne Zögern abrufbar.

Swami hat sich zu einem guten und zuverlässigen Begleit-Hund entwickelt. Sie ist mit wenigen Ausnahmen (Kantonsstrassen) nicht mehr an der Leine. Sie ist immer abrufbar. Wenn Jogger, Velos oder Traktoren kommen, muss sie sich am Wegesrand hinlegen. Sie ist sehr verspielt und wird dann mit Ball oder Spielzeug belohnt. Ball spielen ist das Haupthobby geworden. Für Swami sind die vielen Menschen nur auf die Welt gekommen, um mit ihr Ball zu spielen. Bei uns auf dem Bauernhof haben entsprechend alle sehr Freude an ihr, der Bauer, sein Mitarbeiter, Vieh-Doktor, Besucher, alle nehmen sich immer kurz Zeit ihr mal den Ball zu werfen. Hunde die angeleint entgegenkommen werden in Ruhe gelassen, respektive auf der anderen Wegseite passiert.
Wenn immer möglich (Leider mit vielen etwas «komischen» Leuten schwierig) lassen wir sie an andere Hunde ran. Das ist problemlos, weil sie sehr gut sozialisiert ist und (für einen Mali so erstaunlich wie erfreulich) sehr unterwürfig ist. Wenn ein Hund den grossen Macker raushängt, legt sie sich sofort auf den Rücken. Das Zusammenleben mit Swami ist einfach und problemlos geworden. Sie macht uns viel Freude, sie ist kerngesund und hält uns fitnessmässig gut auf Trab.  Ende dieses Monates, am 25. Oktober, ist sie schon zwei Jahre bei uns. Wir würden sie nie mehr hergeben.

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