Erfahrungsbericht von Zubi neu Sam aus Ungarn

.12.2022

Also, unser Sam ist ein Goldschatz: lebendig draussen, angenehm ruhig drinnen, sehr witzig, gutmütig, verträglich (nach erster kurzer Zurückhaltung) mit Hunden, Erwachsenen und Kindern, anhänglich, zärtlich … Man kann sich überall mit ihm zeigen, im Restaurant, bei und zu Besuch, im Zug, in überfüllten Seilbahnen usw. Kürzlich hat er sich beim Herumtollen mit einem Labi verletzt – vermutlich eine Muskelzerrung oder sowas. Er liess sich völlig friedlich intensiv von zwei Tierärzten untersuchen, die ob seiner Muskeln staunten. Am Schluss sagte der Tierarzt «Da haben Sie aber einen guten Hund gekriegt!». Das ist doch ein Kompliment! Nur hat Sam seither etwas Angst, wenn Hunde mit ihm spielen wollen.

Negativ ist, dass er sich bei Spaziergängen oft zu weit von uns entfernt und dann erst nach dreimal Rufen gehorcht. Da arbeiten wir noch daran. Auch ist er ein ziemlicher Beller. Er bellt bei jedem ungewohnten Geräusch (das kann auch das «Plop» beim Abstellen einer Pet-Flasche sein), manchmal bellt er unterwegs Personen an, die einen seltsamen Gang haben oder komisch angezogen sind, und er bellt als Wachhund, doch das ist natürlich okay. Da wir im eigenen Haus wohnen, ist das nicht weiter problematisch, wie wenn es in einem Mehrfamilienhaus wäre.

Wir wunderten uns, dass der ehemals schwarze Sam immer mehr zu einem Grautier mutiert und sein Fell immer krauser wird. Als wir mit den Handwerkern darüber werweissten, was wohl in dem Hund stecken könnte, zückte ein Ungare sein Handy und zeigte uns die Pumi-Rasse. Tatsächlich, fast abgeschnitten unser Sam. Nur die Ohren entsprechen (noch?) nicht dem buschigen Rassestandard, aber das ist uns auch lieber so. Nun wurde uns mit Hilfe von Herrn Prof. Dr. Google vieles klar. Ich trimme ab und zu Sams Fell, damit er nicht die Dreadlocks vom Puli kriegt – auch wenn diese nicht kulturell angeeignet wären 😉 –, und bürste ihn regelmässig, damit seine Chruseli nicht verknoten. Wir hoffen, dass er seine lustige schwarze Maske und die schwarzen Beine beibehält, doch das ist noch nicht sicher. Na ja, wir lieben ihn, egal wie er ist. Der Tierarzt, der noch nie von Pumis gehört hatte, sagte, er hätte noch zwei weitere nahezu identische Patienten. Diese Pumi (-Mixe) sollen ja auf ungarischen Bauernhöfen ungefähr so geläufig sein wie bei uns die Appenzeller-Basterli.

Das sind mehr oder weniger die bisherigen Erfahrungen, von denen ich Ihnen berichten kann. Die Bilder mit Sam sind Frühling (Aprilglocken), Sommer (an der Aare) und Herbst (auf dem Stockhorn).

 

Ich wünsche Ihnen und dem ganzen animal-happyend-Team viel Erfolg, Zuversicht und Durchhaltevermögen.

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