Erfahrungsbericht von Vino neu Imone aus Ungarn

.06.2024

Vino alias Inome ist gross geworden. Er wiegt gute 35 Kilo ist fast 70cm hoch! 😉 Er ist ein wunderbares, verspieltes und zärtliches Tier, liebt Menschen und andere Hunde. Auch mit Katzen würde er gerne spielen, nur dass die das oft anders sehen. Sein Vater war wohl mit einem Kuvasz verwandt, was die Ausbildung nicht ganz einfach macht. Hat Inome einen Border Collie–Tag gehorcht er gerne und schnell aufs Wort, an Kuvasz-Tagen trifft er unabhängige Entscheide und will selbständig seine Runden um die «Herde» drehen.

Ich bin froh, besuchen wir in Frankreich die Hundeschule. In dieser Region kennen sie den Pyrenäischen Hirtenhund gut, und ich erhalte viele wertvolle Tipps im Umgang mit dieser Art von dominanten Herdenschutzhunden.

Inome braucht unglaublich viel Bewegung. Nach einer dreistündigen Wanderung im Schnee und 1000 Höhenmeter später legt er sich kurz hin, um dann zu fragen, was wir wohl als nächstes unternehmen. Da er in Frankreich sehr viel Zeit draussen verbringt und oft den ganzen Tag rumrennen kann, ist diesem Bewegungsdrang zum Glück meistens Rechnung getragen. Mit einem Dogscooter (ziehen tut er zwar noch nicht wirklich super gerne – wir üben…) versuchen wir an hektischeren Tagen, dem lieben Tier die nötige Bewegung zu verschaffen.

Liegt er einmal unter meinem Arbeitsplatz, ist er geduldig und frisst nur noch ganz selten das Kabel meines Computers. (In der Zwischenzeit habe ich Reserven angelegt. 😉)

Obwohl er als Welpe ziemlich ängstlich war, hat er die meisten dieser «Gespenster» mit Hilfe von vielen «Lebercrème-Graffitis» auf Findlingen im Wald, auf allen möglichen Gegenständen, im Dunkeln, auf Kieselsteinen im Wasser etc. abgelegt und ist sehr viel mutiger und vertrauensvoller geworden. Nur Kellertreppen oder Keller per se müssen ein fürchterliches Trauma sein. Ihm diese Angst zu nehmen, habe ich noch nicht geschafft. Wir sind aber schon so weit gekommen, als dass WIR in den Keller dürfen, ohne dass er total hysterisch bellt und uns fast aggressiv anknurrt, wenn wir die Treppe wieder hochsteigen. Heute will er zwar immer noch nicht mit, wartet etwas verängstigt oben an der Treppe, ist aber sehr erleichtert und zärtlich, wenn wir «heil» wieder zurückkommen. Ob die anderen vier Geschwister dieses metaphysische Gruseln wohl auch kennen? Und was wohl die Erfahrungen generell der BesitzerInnen der anderen vier sind?

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